Der Irankrieg ist kein Befreiungsprojekt. Aber die »Achse des Widerstands« auch nicht. Nicht der Islamischen Republik, sondern den progressiven Bewegungen im Land muss die Solidarität der Linken gelten.
Artikel vom 04. Juni 2026: https://jacobin.de/artikel/iran-kurdistan-internationalismus-von-unten-irankrieg
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„text“: „Der Iran braucht einen Internationalismus von unten.“
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„text“: „Der Irankrieg ist kein Befreiungsprojekt, aber die Achse des Widerstands auch nicht – nicht der islamischen Republik sondern den progressiven Bewegungen im Land muss die Solidarität der Linken“
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„text“: „gelten.“.“
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„end“: 18.36,
„text“: „Von Simon Javabré.“
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„end“: 37.74,
„text“: „Seit den Angriffen der USA und Israels auf den Iranende Februar erklären US-Präsident Donald Trump und die israelische Regierung Die Bombardierungen dienten vor allem dazu, den Iran am Bau von Atomwaffen zu hindern und dessen Einfluss auf verbündete Milizen in der Region einzuschränken.“
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„end“: 47.8,
„text“: „Gleichzeitig inszeniert sich Washington als Verteidigerin der Freiheit der iranischen Bevölkerung – die eigenen Nachrichtendienste zeichnen jedoch ein anderes Bild.“
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„end“: 59.66,
„text“: „Es gibt bislang keine Hinweise darauf, dass der Iran die bei den Luftangriffen im Juni-Zweißundzwanzig beschädigten Nuklearanlagen wiederhergestellt hat oder vor der Entwicklung von Atomwaffen steht.“
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„end“: 68.4,
„text“: „Auch Trumps Behauptung, Tehran verfüge über Interkontinentalraketen mit Reichweite bis in die USA konnte nicht bestätigt werden.“
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„end“: 72.3,
„text“: „Seit Beginn des Krieges wurden mehrere Tausend Menschen getötet.“
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„end“: 83.48,
„text“: „Die Menschenrechtsorganisation Harana spricht von mindestens drei tausend sechshundertsechsunddreißigieh Todesopfern im Iran, darunter etwa eintausend siebenhundert Zivilisten.“
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„end“: 89.66,
„text“: „Reuters berichtete im April zweitausendszwanzig ebenfalls von rund dreitausend sechshundert Toten.“
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„end“: 100.46,
„text“: „Al-Jazeera sprach Anfang Mai von etwa dreitausand vierhundert achtundsechzig Toten sowie zusätzlich über zweitausendehundert Toten im Libanon in Folge der regionalen“
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„end“: 101.22,
„text“: „Eskalation.“.“
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„end“: 113.08,
„text“: „Weitere Schätzungen gehen regional insgesamt von deutlich über sechstausend Todesopfern aus, wenn Libanon, Irak, Israel und andere betroffene Staaten mitgerechnet werden.“
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„start“: 114.48,
„end“: 130.52,
„text“: „Während die Zahl der Opfer weitersteigt ordnete sich Bundeskanzler Friedrich Merz demonstrativ der militärischen Linie Washingtons unter – und erklärte «Völkerrechtliche Bedenken würden gegenüber den sicherheitspolitischen Interessen des Westens relativ wenig bewirken».“
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„start“: 131.68,
„end“: 137.38,
„text“: „Im Zentrum der US-amerikanischen und israelischen Strategie steht die Idee eines Regimewechsels.“
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„start“: 138.26,
„end“: 148.92,
„text“: „Bereits die ersten israelische Angriffe im Juni, zwei Tausend fünfundzwanzig zielten darauf ab, die iranische Führung durch gezielte Tötungen hochrangiger Militär zu destabilisieren.“
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„start“: 149.6,
„end“: 156.3,
„text“: „Parallel dazu weitete Israel seine Angrffe auf den Libanon aus und intensivierte die Besatzungspolitik in Palestina.“
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„start“: 157.04,
„end“: 163.32,
„text“: „Gleichzeitig warnen iranische Oppositionelle davor, die Fehler von neunzehnhundertneinundsiebzig zu wiederholen.“
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„start“: 164.16,
„end“: 172.46,
„text“: „Während damals viele Hoffnungen auf Ruholla Khomeini projiziert wurden wird heute erneut Reza Pallavi als mögliche Retterfigur aufgebaut.“
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„end“: 178.6,
„text“: „Die US-Regierung ruft die iranischen Bevölkerung offen dazu auf das Mullah-Regime zu stürzen.“
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„start“: 179.28,
„end“: 181.48,
„text“: „Dabei verfolgt Washington eigene Interessen.“
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„start“: 182.06,
„end“: 185.42,
„text“: „Ökonomisch steht der Iran für weit mehr als einzelne Rohstoffe.“
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„start“: 186.08,
„end“: 196.18,
„text“: „Das Land verfügt nicht nur über enorme Öl- und Gasreserven, sondern liegt zugleich an einem der zentralen Knotenpunkte globaler Energie- und Handelsströme – dem persischen Golf.“
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„start“: 197.06,
„end“: 205.1,
„text“: „Wer dort politischen und militärischen Einfluss ausübt, kontrolliert Transportwege, Energiepreise und damit zentrale Hebel der Weltwirtschaft.“
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„start“: 205.78,
„end“: 213.14,
„text“: „Die Eskalation richtet sich zugleich gegen einen Staat, der sich bislang nur begrenzt in die westlich dominierte Ordnung integrieren ließ.“
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„start“: 213.76,
„end“: 217.02,
„text“: „Der Iran unterhält enge Beziehungen zu Russland und China.“
},
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„start“: 217.7,
„end“: 227.0,
„text“: „Entsprechend ist der Konflikt, ähnlich wie bereits in Venezuela, Teil einer größeren geopolitischen Konfrontation um Einflusszonen- und globale Machtverhältnisse.“
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„start“: 227.98,
„end“: 236.3,
„text“: „Dass der Iran auf die Angriffe mit einer dezentralen Form der Kriegsführung reagierte zeigte zugleich die Grenzen US-amerikanischer Militärmacht auf.“
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„start“: 237.16,
„end“: 243.3,
„text“: „Besonders die Kontrolle über die Straße von Hormuz machte deutlich, wie verwundbar die globale Wirtschaftsordnung bleibt.“
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„start“: 243.86,
„end“: 252.86,
„text“: „Durch massive Einschränkungen des Schiffsverkehrs in der strategisch-zentralen Meerenghe erhöhte Teheran den Druck auf Energie und Finanzmärkte weltweit.“
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„start“: 253.94,
„end“: 261.22,
„text“: „Die immer drastischeren Drohungen aus Washington sind weniger Ausdruck souveräner Stärke als vielmehr Zeichen imperialer Unsicherheit.“
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„start“: 262.3,
„end“: 270.62,
„text“: „Als Donald Trump ankündigte, den Iran in die Steinzeit zurückzubomben offenbarte sich, dass dieser Krieg keinen schnellen Sieg hervorbringen würde.“
},
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„start“: 271.4,
„end“: 281.6,
„text“: „Die genozidale Rhetorik entstand gerade aus der Erkenntnis, das sich die Eskalation nur noch durch die permanente Androhung totaler militärischer Vernichtungen aufrechterhalten lässt.“
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„start“: 282.18,
„end“: 295.12,
„text“: „Der Angriff auf den Iran ist deshalb kein irrationaler Ausbruch einzelner autoritärer Politiker sondern Ausdruck einer globalen Machtkonkurrenz in der die USA versuchen ihren schwindenden Einfluss militärisch“
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„start“: 295.22,
„end“: 295.9,
„text“: „abzusichern.“.“
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„start“: 297.34,
„end“: 299.08,
„text“: „Das Märchen von Löwen und Sonnen.“
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„start“: 301.02,
„end“: 308.82,
„text“: „Im Zentrum der westlichen Regime-Change-Strategie stehen oft Figuren, die im Ausland aufgebaut und später als neue politische Führung präsentiert werden.“
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„start“: 309.54,
„end“: 315.52,
„text“: „Im Fall des Iran ist das Reza Pahlavi, Sohn des neunzehnhundertneinundsebzig gestürzten Shahs.“
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„start“: 316.0,
„end“: 325.06,
„text“: „Pahlawi lebt seit Jahrzehnten im US-Exil, bewegte sich fast ausschließlich im Umfeld Washingtons und hat nie selbstpolitische Verantwortung in Iran getragen.“
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„start“: 325.84,
„end“: 337.62,
„text“: „Die militärische Eskalation gegen den Iran dient als Bühne dieses Projekt international aufzubauen, flankiert von medialer Aufmerksamkeit und politischer Unterstützung aus den USA und Europa.“
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„start“: 338.36,
„end“: 353.28,
„text“: „Im Kern läuft ein solcher Regime Change auf die Installation einer neuen abhängigen Elite hinaus – einer politischen Klasse, deren Macht eng an westliche Interessen gekoppelt ist und die ihre Legitimität geradeaus dieser geopolitischen Abhängigkeit“
},
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„start“: 353.34,
„end“: 353.76,
„text“: „bezieht.“.“
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„start“: 354.72,
„end“: 367.08,
„text“: „Während Reza Pallavi in westlichen Medien oft als nahezu einzige denkbare Alternative bezeichnet wird, handelt es sich innerhalb des Iran um ein deutlich randständigeres Projekt, als dessen mediale Präsenz vermuten lässt.“
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„start“: 367.66,
„end“: 380.34,
„text“: „Die historische Parallele ist dabei offensichtlich – bereits sein Vater Sha Mohamed Reza-Pallavi verdankte seine Macht nicht zuletzt dem von den USA und Großbritannien unterstützten Sturz Mossadex.“
},
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„start“: 382.9,
„end“: 387.86,
„text“: „Dieser Verstaatlichte zuvor das Öl und brachte westliche Ölkonzerne damit gegen sich auf.“
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„start“: 388.62,
„end“: 402.74,
„text“: „Die heutige Inszenierung Reza Palawis knüpft damit an ein bereits bekanntes Muster westlicher Einflussnahme an, die dem Shah damals zur Macht verhalf – daher als verlässlich antikommunistischer und westfreundlicher Herrscher im kalten Krieg galt.“
},
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„start“: 403.68,
„end“: 409.4,
„text“: „Der historische Zynismus daran, ihn zur demokratischen Alternative zu verklären ist alarmierend.“
},
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„start“: 410.04,
„end“: 419.26,
„text“: „Ausgerechnet die Rückkehr jener Dynastie, gegen die sich neunzehnhundertneinundsebzig Millionen Menschen erhoben wird heute als demokratischer Fortschritt verkauft.“
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„start“: 420.2,
„end“: 424.7,
„text“: „Wie geschichtsvergessen diese Debatte ist zeigt ein Blick auf das Regime des Schaars.“
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„start“: 425.6,
„end“: 435.24,
„text“: „Folter politische Gefangene Die Geheimpolizei Sawak – die Verfolgung kurdischer Oppositioneller und Massaker an Kommunisten prägten das Regimen.“
},
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„start“: 436.04,
„end“: 444.38,
„text“: „Besonders in Deutschland wird die Erzählung einer monarchistischen Rettung durch Medien, Thinktanks und Teile des NGO-Milieus reproduziert.“
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„start“: 445.06,
„end“: 456.5,
„text“: „Selbst ehemals progressive Stimmen beteiligen sich inzwischen an dieser politischen Mythologie – so erklärte die Publizistin Gilda Sahebi Anfang des Jahres im Deutschlandfunk über Palavi.“
},
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„start“: 457.5,
„end“: 462.4,
„text“: „Dieser Palavi ist jemand der laut ist, der da isst, der vielleicht Macht hat zu“
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„start“: 462.48,
„end“: 462.8,
„text“: „helfen.“.“
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„start“: 463.92,
„end“: 466.02,
„text“: „International zeigt sich das selbe Bild.“
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„start“: 466.7,
„end“: 481.22,
„text“: „Die Friedensnobelpreisträgerin Shirin Ebadi und die Aktivistin Massi Alinejad arbeiten mit Pallavi zusammen, indem sie eine Art Exilratformen der in westlichen Medien zunehmend als Stimme des iranischen Volkes auftritt.“
},
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„start“: 482.3,
„end“: 496.44,
„text“: „Teile der Exilerposition haben sich vollständig in die geopolitischen und ökonomischen Interessen der USA einspannen lassen Und das Bemerkungswerteste daran ist, dass sie sich dabei rebellisch und oppositionell vorkommen dürfen.“
},
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„start“: 497.04,
„end“: 503.68,
„text“: „Revolution als Bühnenschow westlicher Außenpolitik – diesmal ergänzt um Exilromantik-und Betroffenheitsnarrative.“
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„start“: 504.46,
„end“: 507.26,
„text“: „Der Grund für diese groteske Rehabilitierung liegt offen.“
},
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„start“: 507.76,
„end“: 514.58,
„text“: „Resa Pallavi soll nicht Demokratie bringen sondern den Iran wieder verwertbar machen Ökonomisch wie geopolitisch.“
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„start“: 515.159,
„end“: 522.44,
„text“: „Eine Rückkehr der Monarchie verspricht Marktöffnungen Privatisierungen und eine engere Anbindung des Iran an den westlichen Machtblock.“
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„start“: 523.34,
„end“: 551.22,
„text“: „Mit Parolen wie Tod den Mujahidin, Tod den Linken richten sich ihre Feindbilder nicht nur gegen die islamische Republik – der Verrat der MEK-Mujaheddin, die sich als linke Gruppierung im Iran-Irahrkrieg in der Kirche war, stellte zum Sturz des iranischen Regimes, gilt in dess nicht als Anlass zur Diskussion gescheiteter linker Strategien sondern als Grund jede fortschrittliche Opposition abzulehnen.“
},
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„start“: 551.8,
„end“: 562.48,
„text“: „Die Bedrohungen durch monarchistische Exilgruppen an linke Kräfte sind inzwischen so betörend, dass ein vollkommen falscher Eindruck entsteht – wofür die iranische Diaspora tatsächlich steht!“
},
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„start“: 563.02,
„end“: 570.42,
„text“: „Mit Slogans wie Make Iran Great Again stehen sie für ein nationalistisches, chauvinistisches und rassistisches Weltbild.“
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„start“: 571.1,
„end“: 575.84,
„text“: „Die Sehnsucht nach einem Großpersien verbunden mit der Vorstellung, Iran gehöre den“
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„start“: 576.0,
„end“: 576.4,
„text“: „Ariern.“.“
},
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„start“: 577.32,
„end“: 593.14,
„text“: „Die Bedeutung des Namens Iran, ursprünglich etwa Land der Arye von Alt-Persisch-Aryanam wurde nineteenhundertdreißig begeistert von nationalsozialistischen Ideologen aufgegriffen die eine angebliche rassische Verwandtschaft zwischen Deutschen und Persern konstruierten.“
},
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„start“: 593.74,
„end“: 598.64,
„text“: „Das Bündnis mit Trumpismus und westlichen Militarismus ist deshalb nicht rein strategisch.“
},
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„start“: 599.2,
„end“: 608.24,
„text“: „es ist ein bündnis autoritärer Kräfte Großmacht-Fantasien und rechter Ordnungsvorstellung ideologische Geschwister darstellen.“
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„start“: 608.88,
„end“: 616.52,
„text“: „Dabei sind Monarchisten und Eier tollers, die religiöspolitische Führungsschicht der islamischen Republik im Kern kein Gegensatz.“
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„start“: 617.3,
„end“: 629.5,
„text“: „Beide repräsentieren unterschiedliche Formen autoritärer Herrschaft um emanzipatorische Kämpfe zu verhindern – die einen legitimieren ihre Macht religiöse, die anderen über Abstammung, Nationalismus.“
},
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„start“: 632.32,
„end“: 639.1,
„text“: „Beide eint die Feinschaft gegenüber Linken, Sozialgerechten und multietnischen Visionen eines Iran.“
},
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„start“: 639.74,
„end“: 646.34,
„text“: „Die Unterdrückung von morgen wird dabei schon heute als notwendige Befreiung verkauft – Hände weg vom Iran!“
},
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„start“: 648.12,
„end“: 654.2,
„text“: „Die permanente Erzählung der Rettung der Frauen dient erneut als moralische Verpackung geopolitischer Interessen.“
},
{
„start“: 654.8,
„end“: 660.6,
„text“: „dieselbe koloniale Logik, die bereits US-Invasion in Afghanistan und im Irak begleitet hat.“
},
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„start“: 661.2,
„end“: 670.3,
„text“: „Die reale Unterdrückung von Frauen im Iran wird dabei nicht bekämpft, sondern instrumentalisiert als Rechtfertigung für Sanktionen und Interventionen.“
},
{
„start“: 671.18,
„end“: 681.68,
„text“: „Der westliche Diskurs knüpft dafür an das rassistische Bild der zu rettenden muslimischen Frau an – eine groteske Fortsetzung der liberalen feministischen Außenpolitik.“
},
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„start“: 683.26,
„end“: 696.34,
„text“: „Diese Erzählung ist besonders perfide in Anbetracht dessen dass zuerst eine Mädchenschule in Minab traf und dabei um die Hundert Schülerinnen tötete.“
},
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„start“: 697.46,
„end“: 711.54,
„text“: „Dieser westliche Interventionismus ist nicht nur deshalb problematisch, unter Sanktionen und globalem Konkurrenzdruck werden Krisen oft nach Innen weitergegeben durch mehr Ausbeutung, mehr Repression und Angriffe auf politische Organisierung.“
},
{
„start“: 712.3,
„end“: 725.82,
„text“: „In abhängigen Staaten – das heißt solchen, die wirtschaftlich und politisch asymetrisch in die globale kapitalistische Ordnung eingebunden sind – nimmt Herrschaft insbesondere unter Konkurrenzdruck, oft besonders autoritäre Formen an.“
},
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„start“: 727.08,
„end“: 732.3,
„text“: „Im Iran zeigt sich das besonders deutlich an der jahrzehntelangen Sanktionspolitik des Westens.“
},
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„start“: 732.88,
„end“: 740.1,
„text“: „Um unter diesen Bedingungen im globalen Konkurrentskampf bestehen zu können wird die eigene Bevölkerung häufig noch härter ausgebeutet.“
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„start“: 740.78,
„end“: 744.36,
„text“: „Die soziale Ordnung lässt sich wiederum meist nur durch Repression absichern.“
},
{
„start“: 744.84,
„end“: 755.94,
„text“: „Die Frage von Demokratie und Diktatur im Nord-Süd-Gefälle kann deshalb nicht getrennt von den ökonomischen Machtverhältnissen der globalen Weltordnung verstanden werden, die diese Staaten überhaupt erst hervorbringen.“
},
{
„start“: 756.54,
„end“: 760.88,
„text“: „Für linke Kräfte muss deshalb die erste Prämisse klar sein – Hände weg vom Iran!“
},
{
„start“: 761.48,
„end“: 767.02,
„text“: „Der US-Imperialismus und die israelischen Angriffe wollen nicht Demokratie oder Befreiung.“
},
{
„start“: 767.84,
„end“: 772.52,
„text“: „Aus der US-Niederlage folgt jedoch nicht automatisch eine Verbesserung für die Menschen in Iran.“
},
{
„start“: 773.36,
„end“: 778.32,
„text“: „Während der westliche Einfluss geschwächt wird, stabilisiert sich das iranische Regime im Inneren.“
},
{
„start“: 779.1,
„end“: 784.06,
„text“: „Für viele Menschen bedeutet das zunächst mehr Angst, mehr Überwachung und mehr staatliche Gewalt.“
},
{
„start“: 785.0,
„end“: 799.38,
„text“: „Wer die inneren Konflikte des Iran ausblendet und Politik allein auf die Niederlage des US-Imperialismus reduziert landet am Ende bei derselben Logik des geringeren Übels wie jene Kräfte, die heute Monarchisten als progressive Alternative“
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„start“: 799.46,
„end“: 799.78,
„text“: „feiern.“.“
},
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„start“: 800.54,
„end“: 807.92,
„text“: „Das macht Menschen letztlich entweder zum Spielball geopolitischer Interessen oder erklärt sie zum Kollateralschaden des eigenen Weltbilds.“
},
{
„start“: 808.48,
„end“: 819.32,
„text“: „Die Vorstellung, man müsse erst den US-Imperialismus zurückdrängen und könne sich um die innere Unterdrückung später kümmern ist keine Strategie der Befreiung sondern eine Sackgasse!“
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„start“: 826.1,
„end“: 836.42,
„text“: „Beim Referendum zur Islamischen Republik unterstützten große Teile der Linken die neue Ordnung taktisch, weil sie hofften gemeinsam zunächst den westlich gestützten Schaar zu überwinden.“
},
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„start“: 837.02,
„end“: 845.4,
„text“: „Dieses Etappendenken endete nicht in Befreiung sondern in Gefängnissen, Repression und Massakern an den Kommunistinnen und Kommunisten selbst.“
},
{
„start“: 846.16,
„end“: 860.88,
„text“: „Und auch heute zeigt sich dieselbe Dynamik erneut – während der äußere Druck des westlichen Imperialismus zeitweise nachlässt verschärft das Regime im Inneren die Repression gegen Linke, feministische und oppositionelle Kräfte massiv.“
},
{
„start“: 861.88,
„end“: 867.04,
„text“: „Die Ruhepause von außen wird unmittelbar genutzt um innenpolitisch brutaler zuzuschlagen.“
},
{
„start“: 867.92,
„end“: 879.44,
„text“: „auch wenn es seit jeher zur Logik imperialer Politik gehört soziale Bewegungen für die eigenen Interessen zu instrumentalisieren oder Einfluss auf sie nehmen zu wollen macht sie dass nicht weniger real.“
},
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„start“: 880.16,
„end“: 883.06,
„text“: „diese Vermischung nutzt das regime jedoch gezielt aus.“
},
{
„start“: 883.68,
„end“: 893.52,
„text“: „Der Vorwurf, ein israelischer Spion zu sein wird genutzt um nahezu jede linke feministische oder oppositionelle Organisation unter Generalverdacht zu stellen.“
},
{
„start“: 894.2,
„end“: 900.92,
„text“: „Unter dem Vorwand der Zusammenarbeit mit Israel werden oppositionelle Kräfte verhaftet, gefoltert und hingerichtet.“
},
{
„start“: 907.42,
„end“: 915.04,
„text“: „Tatsächlich unterstützt er Kräfte gegen die israelische Besatzung und verschiebt damit reale geopolitische Kräfteverhältnisse in der Region.“
},
{
„start“: 915.62,
„end“: 925.68,
„text“: „Teile der internationalen Palestina-Solidaritätsbewegungen argumentieren heute daher, die Kritik am iranischen Regime würde dem palästinensischen Befreiungskampf schaden.“
},
{
„start“: 925.72,
„end“: 934.22,
„text“: „Doch diese Unterstützung entspringt keinem emanzipatorischen Internationalismus sondern den Macht und Einflussinteressen des iranischem Staates.“
},
{
„start“: 934.94,
„end“: 944.98,
„text“: „Die sogenannte Achse des Widerstands ist deshalb keine wirkliche Alternative zur imperialen Ordnung, sondern Teil der Konkurrenz innerhalb regionaler Machtblöcke.“
},
{
„start“: 946.0,
„end“: 960.66,
„text“: „Wie jeder andere Nationalstaat handelt auch die iranische Führung nicht im Interesse der Menschen in der Region, sondern entlang eigener Sicherheits- und Machtinteressen – die palästinensische Frage wird dabei zum geopolitischen Druckmittel regionaler.“
},
{
„start“: 962.14,
„end“: 971.98,
„text“: „Gerade seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion zeigt sich, dass emanzipatorische Bewegungen keinen geopolitischen Schutzpatron mehr besitzen an denen sie sich anhängen könnten.“
},
{
„start“: 973.14,
„end“: 978.04,
„text“: „Internationalismus kann deshalb nicht bedeuten, sich hinter den Feind des Feins zu stellen.“
},
{
„start“: 979.16,
„end“: 983.54,
„text“: „Vielmehr sollte es darum gehen die tatsächlichen Kämpfe von unten ernstzunehmen.“
},
{
„start“: 984.3,
„end“: 991.56,
„text“: „Die Kämpfen in Palestina und Iran sind nicht dadurch verbunden das sich die eine Bewegung dem Staat der anderen Seite unterordnet.“
},
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„start“: 992.36,
„end“: 1002.9,
„text“: „Ihr Zusammenhang liegt im Widerstand gegen gemeinsame Formen von Unterdrückung, Krieg, Besatzung, Repression, patriarchale Herrschaft und die Zerschlagung selbstorganisierter Bewegungen.“
},
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„start“: 1003.48,
„end“: 1028.66,
„text“: „Praktisch kann sich das in gemeinsamen Kampagnen gegen politische Gefangenschaft in Solidarität mit feministischen Bewegungen wie Jin, Ji-Yan, Asadi – im Austausch von Aktivistinnen oder in der Unterstützung von Arbeiter, Studierenden unabhängig davon, ob die Repression vom israelischen Staat der islamischen Republik oder westlichen Regierungen ausgeht.“
},
{
„start“: 1029.859,
„end“: 1035.66,
„text“: „Weder befreit die Bombadierung des Iran seine Bevölkerung noch wird Palestina durch andere Staaten befreitt.“
},
{
„start“: 1036.16,
„end“: 1043.44,
„text“: „Sowohl die iranische als auch die palästinensische Bevölkerung erleben die Instrumentalisierung ihrer Kämpfe durch Staaten mit eigenen“
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„start“: 1043.54,
„end“: 1044.02,
„text“: „Interessen.“.“
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„start“: 1044.859,
„end“: 1060.12,
„text“: „Das zeigt sich gerade daran, dass sie sich international als antiimperialistisch inszenieren, während Sie im Inneren Gewerkschaften zerschlagen, feministische Bewegungen unterdrücken oder oppositionelle Linke verfolgen um ihre Herrschaft abzusichern.“
},
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„start“: 1060.66,
„end“: 1074.82,
„text“: „Bereits neunzehnhundertneunundsiebzig lehnten kurdische Organisationen das Referendum zur islamischen Republik als einzige organisierte Kraft ab und forderten stattdessen Autonomie, Sekularismus und demokratische Selbstverwaltung.“
},
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„start“: 1075.94,
„end“: 1085.46,
„text“: „Darin lag auch der Versuch Formen politischer Selbstorganisierung zu entwickeln die sich dem Anspruch eines zentralisierten Nationalstaates zumindest teilweise entzogen.“
},
{
„start“: 1086.6,
„end“: 1099.16,
„text“: „Eine internationalistische Perspektive muss sich daher auf die Seite der Kämpfe der Menschen gegen ihre jeweiligen nationalen und regionalen Herrschaftsverhältnisse stellen, im Kampf gegen die imperialen US-Interessen.“
},
{
„start“: 1101.42,
„end“: 1123.28,
„text“: „Auf und all jener Kräfte, die trotz massiver Repression für soziale Gerechtigkeit und demokratische Selbstorganisierung kämpfen.“
},
{
„start“: 1123.92,
„end“: 1137.58,
„text“: „Internationalismus von unten bedeutet deshalb, die Kämpfe in der Region nicht entlang geopolitischer Machtblöcke zu betrachten sondern aus der Perspektive der Menschen, die gegen Krieg Besatzung und dessen autoritäre Verwaltung kämpfen.“
},
{
„start“: 1138.2,
„end“: 1143.9,
„text“: „gerade die permanente Protestwelle im Iran zeigt dabei immer wieder das Potenzial solcher Bewegungen.“
},
{
„start“: 1144.88,
„end“: 1153.96,
„text“: „Viele der Aufstände im Iran begannen nicht mit fertigen Parteiapparaten, sondern mit sozialen Explosionen gegen Massenarmut, Femizide und staatliche Gewalt.“
},
{
„start“: 1154.54,
„end“: 1159.54,
„text“: „Auch der Sudan verdeutlicht sowohl das Potenzial als auch die Verwundbarkeit solcher Bewegungen.“
},
{
„start“: 1160.46,
„end“: 1166.76,
„text“: „Die Entstehung lokaler Widerstandskomitees zeigte die Möglichkeit demokratischer Selbstorganisierung von unten.“
},
{
„start“: 1167.36,
„end“: 1179.84,
„text“: „Die anschließende Konterrevolution macht zugleich sichtbar, wie schnell emanzipatorische Prozesse zwischen Militärherrschaft regionalen Machtinteressen und geopolitischen Konflikten zerrieben werden können.“
},
{
„start“: 1180.4,
„end“: 1183.86,
„text“: „Die Frage ist jedoch was aus dieser Perspektive praktisch folgt?“
},
{
„start“: 1184.34,
„end“: 1190.98,
„text“: „Denn weder die iranische Opposition noch die palästinensische Bevölkerung werden durch Appelle von außen befreit!“
},
{
„start“: 1191.56,
„end“: 1201.64,
„text“: „Wenn Internationalismus mehr sein soll als die Auswahl des vermeintlich fortschrittlichen Machtblocks, muss er dort ansetzen wo tatsächliche politische Handlungsmöglichkeiten bestehen.“
},
{
„start“: 1202.36,
„end“: 1227.78,
„text“: „Historisch bestand Internationalismus selten darin die Kämpfe anderer Menschen stellvertretend zu führen – Die Anti-Apartheid Bewegung, die internationale Solidarität mit Vietnam oder auch aktuell die Palästina Bewegung wurde und wird dort wirksam wo Menschen die Politik ihrer eigenen Regierungen angreifen und dadurch Handlungsspielräume für Befreiungsbewegungen schaffen, die ihr eigenes Umfeld mittransformieren.“
},
{
„start“: 1228.98,
„end“: 1234.16,
„text“: „Für Internationalistinnen und Internationalisten folgt daraus eine konkrete Praxis.“
},
{
„start“: 1235.16,
„end“: 1240.38,
„text“: „Der Kampf gegen Imperialismus beginnt dort, wo wir eingreifen können – im eigenen Staat!“
},
{
„start“: 1241.32,
„end“: 1251.04,
„text“: „Das bedeutet, sich gegen die Politik der eigenen Regierung zu organisieren wenn sie Kriege politisch, wirtschaftlich oder militärisch unterstützt wie Friedrich Merz einleitens.“
},
{
„start“: 1251.62,
„end“: 1274.44,
„text“: „Es bedeutet, antimilitaristische Organisierung aufzubauen gegen Aufrüstung, Werbpflicht und Waffenexporte zu kämpfen etwa durch die Blockierung der Militärbasis Rammstein den Ausbau der aktuellen Schulstreiks, wie in Anklage der Aufrüstung bei den kommenden Sozialprotesten und darüber konkrete Solidarität mit widerständigen Gruppen in der Region selbst zu entwickeln.“
}
]
